Die Eidumer Vogelkoje ist eine von dreien auf der Insel Sylt nach niederländischen Vorbildern gebauten Kojen. Die älteste im Jahr 1767 errichtete Kampener Vogelkoje war so ertragreich, dass eine Westerländer Eigentümergemeinschaft 1874 die Eidum Vogelkoje baute und in Betrieb nahm.Seit etwa 1880 nahmen die Fangerträgnisse auf der gesamten Insel immer weiter ab, dadurch lohnte sich der Unterhalt der Vogelkojen nicht mehr, man stellte den Betrieb in den drei Kojen um 1930 ganz ein.

Seit Mai 2009 ist der neue Betreiber der Westerländer Vogelkoje der Verein „Eidum Vogelkoje e.V.“. Dieser Verein ist aus dem Hegering Sylt hervorgegangen mit dem Ziel in der Einrichtung Öffentlichkeitsarbeit für die Jägerschaft zu machen. Und was passt besser zu einer alten Entenfanganlage als eine jagdliche Ausstellung. Die Koje ist in der Saison regelmäßig geöffnet und der Eintritt ist frei. Vielen Besuchern ist dabei gar nicht klar, was eine Vogelkoje ist und vermuten eine Aufzucht- und Beobachtungsstation für Vögel. Doch die Wenigsten wissen, dass in früheren Zeiten die Enten hier in die ewigen Jagdgründe geschickt wurden.


Eidum oder auch Eydum war ein historischer Ort auf Sylt. Er befand sich mehrere hundert Meter westlich der heutigen Küstenlinie des heutigen Ortsteils Westerland.

Nach historischer Überlieferung wurde das Siedlungsgebiet von Eidum mehrfach durch Sturmfluten zerstört und wieder aufgebaut. Die Allerheiligenflut 1436 richtete im Dorf Eidum vermutlich derart verheerende Personen- und Sachschäden an, dass es die überlebenden Einwohner verließen und eine neue Siedlung etwa zwei Kilometer östlich begründeten. Ihre Wahl fiel auf die höher gelegene Geest auf damaligem Tinnumer Gebiet. Diese Siedlung wurde Südhedig benannt; aus ihr ging das heutige Westerland hervor. Der spätere Name „Westerland“ soll sich von einer alten Tinnumer Flurbezeichnung ableiten, auf der diese neue Siedlung entstand: Es handelte sich um das Land westlich des Dorfes, also das „Wester-land“.

Der nach der Sturmflut von 1436 erhalten gebliebene und angeblich noch lange sichtbare Kirchturm des alten Eidum stürzte nach zeitgenössischer Darstellung schließlich „bei Nacht und stillem Wetter“ ein. Auch die zweite Kirche musste 1634 oder 1635 durch die zunehmende Ausbreitung von Wanderdünen aufgegeben werden; jedenfalls stellten die Westerländer zwei Monate vor der Burchardiflut im August 1634 einen Antrag auf Beihilfe zum Bau einer neuen Kirche, der St. Niels-Dorfkirche. Mit dem Bau dieser neuen Kirche wurde 1637 begonnen.

Das letzte Mal wird die Eidumer Kirche auf einer Karte des Johannes Mejer in der Chronik Neue Landesbeschreibung der zwei Herzogtümer Schleswig und Holstein von Caspar Danckwerth aus dem Jahr 1652 erwähnt.