Foto der St.-Antonius-Kirche bei Nacht von der Terrasse des Hotel Savigny in Frankfurt.
In der Nacht ergibt sich ein imposanter Anblick vor der Frankfurter Skyline.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden um die historische Innenstadt von Frankfurt eine Reihe von neuen Stadtvierteln. Dabei waren bis 1917 alle katholischen Kirchen Frankfurts nur Filialkirchen der Dom-Gemeinde. Das Westend entwickelte sich zu einem bürgerlichen Wohnviertel, in dem es zunächst keine Kirchen gab. 1899 stiftete Landgräfin Anna von Hessen, eine geborene Prinzessin von Preußen, den Bau einer katholischen Kirche im Westend, die dem Heiligen Antonius von Padua geweiht werden sollte. Der Berliner Regierungsbaumeister Menken entwarf einen neugotischen Kirchenbau, der am 26. Mai 1900 durch den Limburger Bischof Adalbert Endert geweiht wurde. Im Oktober 1901 konvertierte die Stifterin in Fulda zum Katholizismus.

 

Bis 1917 blieben alle katholischen Kirchen Frankfurts Teil einer einzigen Pfarrgemeinde mit zuletzt etwa 86.000 Mitgliedern, deren Pfarrkirche der Kaiserdom St. Bartholomäus war. Am 2. April 1917 wurden mehrere Kuratiegemeinden, darunter auch St. Antonius im Westend, ausgegliedert. Die Kapuziner übernahmen die Liebfrauenkirche, erster Pfarrer der neuen Antoniusgemeinde wurde Paul Loreth.

Nachdem sie bereits bei mehreren Luftangriffen zuvor beschädigt worden war, brannte die Antoniuskirche am 22. März 1944 zusammen mit dem größten Teil der historischen Frankfurter Altstadt und allen historischen Frankfurter Kirchen vollkommen aus. Bereits 1947 bis 1949 erfolgte ihr zunächst provisorischer Wiederaufbau. 1963 erhielt sie im Inneren eine neue Kassettendecke und neue Glasfenster im Chor. Außerdem wurde ihr spitzer Turmhelm restauriert. Eine weitere Renovierung folgte 1974 und am Turm wurde erneut 2006 gearbeitet.